Zum Inhalt springen

Fälle

LKW-Kartell

Mit zwei Entscheidungen im Juli 2016 und September 2017 hat die Europäische Kommission gegen die großen europäischen Lkw-Hersteller Daimler, MAN, Volvo / Renault, DAF, Iveco und Scania Geldbußen in Rekordhöhe von insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro verhängt.

Die Hersteller hatten zwischen 1997 und 2011 kartellrechtswidrige Absprachen über Preise und Bruttopreissteigerungen für die von ihnen hergestellten und im europäischen Wirtschaftsraum verkauften schweren und mittelschweren LKWs getroffen.

LitFin hat in dem LKW-Kartellverfahren vor niederländischen Gerichten erfolgreich Ansprüche für 26.000 Lkw geltend gemacht. Nun bereitet sich LitFin darauf vor, tausende Ansprüche für LKWs, die im Zeitraum von 01/2006 bis 12/2014 erworben wurden, vor deutschen Gerichten einzureichen.

Visa-MasterCard Interbankenentgelte

LitFin hat bereits vor belgischen Gerichten Klagen von Händlern aus verschiedenen EU-Ländern in Höhe von 70 Millionen Euro gegen MasterCard eingereicht. Dieses Unternehmen hat wiederholt durch das Erheben erhöhter multilaterale Interbankenentgelte (MIFs) gegen EU-Vorschriften verstoßen. Die Europäische Kommission hat mehrere Entscheidungen bezüglich dieser Verstöße erlassen, und ihre Feststellungen wurden vom Europäischen Gericht und Gerichtshof bestätigt.

Es besteht auch jetzt noch die Möglichkeit, auf der Grundlage der jüngsten Entscheidung der Kommission aus dem Jahr 2019 Schadensersatzansprüche gegen MasterCard geltend zu machen. In der Entscheidung wird ein Verstoß der grenzüberschreitenden Mastercard-Vorschriften festgestellt, die es Acquirern aus einem Mitgliedstaat nicht erlaubten, Händlern aus einem anderen Mitgliedstaat ihre Dienste zu günstigeren Gebühren anzubieten. Infolgedessen wurden die höheren MIFs in der gesamten EU angewandt, und die Händler mussten höhere Gebühren für die Annahme von Zahlungen von Kredit-/Debitkarten zahlen.

Google Shopping

2017 verhängte die Europäische Kommission gegen Google im Zusammenhang mit dem Google-Shopping-Fall eine Geldbuße in Höhe von 2,42 Milliarden Euro wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung. LitFin vertritt die Ansprüche einiger großer Preisvergleichsportale aus mehreren EU-Mitgliedstaaten, welche durch diese wettbewerbswidrigen Praktiken geschädigt wurden. Die Schadensersatzansprüche belaufen sich derzeit auf mehr als 50 Mio. EUR. LitFin arbeitet auch eng mit den Verbänden der geschädigten Unternehmen zusammen.

Wirecard

Der in München ansässige Zahlungsabwickler Wirecard hat nach einer Reihe von Bilanzskandalen am 25. Juni 2020 Insolvenz angemeldet. Wie sich herausstellte, versäumte es Wirecards langjähriger Wirtschaftsprüfer EY, die Existenz von Barreserven in offensichtlich gefälschten Kontoauszügen zu überprüfen. LitFin ist ein führender Prozessfinanzierer, der die Finanzierung einer Beteiligung an einer Sammelklage gegen die Ernst & Young GmbH anbietet. Der registrierte Forderungswert der von LitFin finanzierten nicht-institutionellen Investoren betrug Ende 2020 bereits mehr als 500 Mio. EUR.

Pflanzenschutzmittel-Kartell

Das Bundeskartellamt hat gegen mindestens 8 Großhändler von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland im Jahr 2020 ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 157 Mio. Euro verhängt, da diese Großhändler Kartellabsprachen über einheitliche Preislisten, Rabatte und Verkaufspreise gegenüber Einzelhändlern und Endkunden getroffen haben. Jedem Landwirt, der zwischen dem 1. Juli 1998 und dem 30. Juni 2016 oder bis zum Ablauf der Folgezeit bis März 2016 Pflanzenschutzmittel (Herbizide, Fungizide, Insektizide, etc.) direkt oder indirekt über Zwischenhändler von einem der am Kartell beteiligten Großhändler bezogen hat, kommt daher Anspruch auf Schadensersatz zu.

Deutsche Maut

Deutschland hat unter Verstoß gegen europäisches Recht von individuellen Mautpflichtigen für schwere Nutzfahrzeuge (über 7,5 Tonnen) 4-5 % mehr verlangt, indem es nicht nur die Kosten für den Straßenbetrieb, sondern auch die Kosten für die Verkehrspolizei in die Maut einbezogen hat. Jedes Unternehmen, das von 2005 bis heute in Deutschland Mautgebühren bezahlt hat, sollte nach einem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 28. Oktober 2020 Anspruch auf eine Erstattung der übermäßig bezahlten Mautgebühren haben. Besuchen Sie unsere Website, um mehr über den Fall und darüber, wie Sie Ihr Geld zurückbekommen, zu erfahren.

Apple AppStore & Google Play

Apple und Google könnten ihre marktbeherrschende Stellung mit wettbewerbsbeschränkenden Verträgen missbraucht haben, um unrechtmäßig ein Monopol in den App-Stores für Android und iOS aufrechtzuerhalten. Im Rahmen der In-App-Käufe und Google Play Zahlungsabwicklungssysteme, haben Apple und Google den App-Entwicklern eine Provision von 30 % für jeden Verkauf in Rechnung gestellt, der entweder direkt im Google Play oder Apple App Store (kostenpflichtige Apps) oder innerhalb einer bestimmten Anwendung (digitale In-App-Käufe) getätigt wurde, während sie den Entwicklern nicht erlaubten, ein alternatives System zur Abwicklung von Zahlungsvorgängen zu verwenden. Daher können App-Entwickler, die ihre Anwendungen über Google Play oder den Apple App Store in EU-Ländern vertrieben und Zahlungen über deren proprietäre Abrechnungssysteme erhalten haben, Anspruch auf Entschädigung haben.